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Strausberg

Strausberg

Strausberg ist eine Stadt östlich von Berlin.

Geografie

Strausberg liegt inmitten einer seen- und waldreichen Landschaft, die durch die Weichsel-Eiszeit geprägt wurde. Besonders landschaftsprägend sind dabei zwei westlich der Stadt befindliche eiszeitliche Abflussrinnen, die heute von Süd nach Nord verlaufende Seenketten bilden. Der Straussee ist der größte der umliegenden Seen und liegt nordwestlich von Strausberg. Straus-, Bötz-, Ihland-, und Fängersee, laden zum Baden, Rudern, Angeln und Surfen ein.

Wappen

Die Stadt Strausberg führt ein eigenes Wappen. Es zeigt auf einem halbrunden, blauen Schild im Verhältnis von Breite zu Länge von 1:1,3 einen auf drei grünen flachen Hügeln stehenden, linkshin gewendeten, widersehenden natürlichen Vogel Strauß in den Farben Schwarz und Silber mit goldenen Beinen und Schnabel. Über dem Strauß schwebt ein kleiner Schild mit rotem, goldbewehrtem Brandenburgischen Adler. Es wird vermutet, dass die Form des Straussees zur Namensgebung der Stadt und zur Wahl des Straußen als Wappentier beigetragen hat. Der am alten Stadtkern angrenzende See hat die längliche, schmale Form einer Bohne. Das slawische "strutch" (dt. Schote) hat eine phonetische Ähnlichkeit zum deutschen Wort Strauß. Das Stadtwappen und die Stadtflagge von Strausberg sind in der Hauptsatzung der Stadt Strausberg beschrieben. Diese Satzung ist am 20. Februar 1997 von der Stadtverordnetenversammlung angenommen worden.

Geschichte


- 1200-700 v.u.Z. bronzezeitliche Besiedlung im Stadtgebiet von Strausberg
- 600 - 1200 u.Z. slawische Siedlungen in der Umgebung von Strausberg
- um 1225 Bau einer Burg am Straussee und Entstehung einer Marktsiedlung am Lindenplatz
- um 1240 Gründung der Stadt
- 1247 Erwähnung von Struceberch in einer Urkunde
- 1254 Befestigung der Stadt, Einbeziehung des Buchhorstes, Gründung des Dominikanerklosters, Bau der Stadtmauer
- 1267 Markgraf Otto III. wird in der Klosterkirche feierlich begraben
- 1339 Bau des Rathauses
- 1348 "Schwarzer Tod" in Strausberg, der falsche Waldemar und die Pommern besetzen die Stadt, Ludwig der Ältere versucht im nächsten Jahre vergeblich, Strausberg wiederzugewinnen
- 1354 Strausberg erhält von Ludwig dem Römer alle seine Rechte und Güter wieder
- 1393 -1399 Strausberg schließt mit anderen Städten ein Schutz- und Trutzbündnis wider die Raubritter
- 1432 Strausberg wird von den Hussiten gestürmt und teilweise zerstört
- 1541 Einführung der Reformation, Aufhebung des Dominikanerklosters
- 1549 -1598 wütet die Pest in Strausberg
- 1626/27 Wallenstein hält sich mehrmals in Strausberg auf
- 1631 die Schweden machen Strausberg zum Musterungsplatz und viele Bürger folgen der Werbetrommel
- 1633 am 12. November wird die Stadt von Kaiserlichen überfallen und geplündert
- 1638 leben nur noch 32 Bürgerfamilien in Strausberg
- 1643 der große Kurfürst fordert die anderen Städte auf, dass sie Strausberg vor dem Untergang schützen mögen
- 1714 die bis heute andauernde Militärgeschichte beginnt mit der Stationierung einer Kompanie des 23. Infanterieregimentes
- 1772 Umgestaltung des Klosters zu einer Stadtschule
- 1787 Aufbau der Landarmenanstalt auf den Grundmauern des Klosters
- 1792 Eröffnung der Landarmenanstalt
- 1805 Abbruch und Beginn des Neubaus des Rathauses
- 1806 ein Strausberger Bataillon rückt zum Krieg gegen Napoleon aus
- 1808 Einführung der Stadtordnung die Bürger dürfen zum ersten mal Stadtverordnete wählen
- 1820 Fertigstellung des neuen Rathauses
- 1867 auf dem Strausberger Bahnhof hält der erste Personenzug auf der Strecke Berlin-Küstrin
- 1885 Erbauung des Amtsgerichtsgebäudes
- 1890 Erbauung des Postamtes
- 1893 Eröffnung der Strausberger Eisenbahn (Kleinbahn)
- 1894 Eröffnung elektrisch betriebenen Fähre über den Straussee
- 1901 Erbauung des Schulhauses für die höhere Knabenschule
- 1902 Errichtung der Volksbibliothek
- 1904 Erbauung des Volksschulhauses in der Hegermühlenstraße
- 1908 Gründung des Heimatmuseums
- 1921 Elektrischer Betrieb der heutigen Strausberger Eisenbahn GmbH
- 1922 Generalstreik am 27. Juni gegen den Mord des Außenministers Walther Rathenau
- 1935 Errichtung einer Munitionsfabrik in der Hegermühlenstraße
- 1936 wird ein Militärflugplatz gebaut
- 1945 am 21. April rückt das 32. Schützenkorps der "Roten Armee" in Strausberg ein
- 1948 die Berliner S-Bahn wird bis zum Bahnhof Strausberg/Vorstadt verlängert
- 1952 Strausberg wird Kreisstadt
- 1954 der Hauptstab der Kasernierten Volkspolizei wird in Strausberg stationiert
- 1956 der Hauptstab wird zum Ministerium für Nationale Verteidigung umgebildet - Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA)
- 1957 S-Bahnlinie Strausberg - Strausberg Nord
- 1960 beginnt der verstärkte Wohnungsbau
- 1985 750-Jahr-Feier von Strausberg
- 1989 am 12. November demonstrieren 15000 Strausberger für mehr Demokratie
- 1990 wird das MfNV aufgelöst und Beginn der Stationierungen von Einheiten der Bundeswehr
- 1993 durch die Kreisreform verliert Strausberg den Status einer Kreisstadt und wird Teil des Landkreises Märkisch-Oderland Landkreises Märkisch-Oderland

Politik

Stadtverordnetenversammlung und Abgeordnete des Wahlkreises (Stand Oktober 2003) Nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen entfallen von den 32 Stadtverordnetenmandaten:
- 13 Mandate auf die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)
- 4 Mandate auf die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- 6 Mandate auf die Christlich Demokratische Union (CDU)
- 2 Mandate auf die Wählergruppe Bürger für Strausberg
- 2 Mandate auf die Unabhängige und freie Wählergemeinschaft (U.f.W.)
- 2 Mandate auf die Alternative Jugend Strausberg
- 1 Mandat auf Bündnis 90/Die Grünen
- 1 Mandat auf die Freie Demokratische Partei (FDP)
- 1 Mandat auf parteilosen Abgeordneten

Wirtschaft

Die Bundeswehr ist größter Arbeitgeber der Stadt mit etwa 3.000 Arbeitsplätzen. Strausberg ist Standort von Behörden und öffentlichen Einrichtungen des Landes, des Landkreises und der Kommune mit insgesamt 1.200 Arbeitsplätzen (zum Beispiel: Finanzamt, Amtsgericht, Bauordnungsamt des Landkreises MOL, Arbeitsamt Frankfurt (Oder) Nebenstelle Strausberg, Beratungsstelle der Landesversicherungsanstalt Brandenburg, mehrere Krankenkassen, Stadtverwaltung Strausberg) Strausberg ist traditioneller Standort des Handwerks, in etwa 300 kleinen und mittelständigen Handwerksbetrieben sind etwa 1.650 Menschen beschäftigt. Die größten Branchen sind dabei das Bau- und Ausbaugewerbe sowie das Elektro- und Metallgewerbe, wo in 176 Betrieben etwa 1.280 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Die Stadt ist außerdem ein ausgeprägter Standort des Handels und des Dienstleistungsgewerbes. In diesen Branchen sind in Strausberg etwa 1.430 Betriebe mit insgesamt 3.350 Beschäftigten vertreten:
- darunter im Dienstleistungsgewerbe etwa 780 Betriebe mit etwa 1.860 Beschäftigten,
- im Handel etwa 460 Betriebe mit etwa 1.190 Beschäftigten,
- im Hotel- und Gaststättengewerbe etwa 43 Betriebe mit etwa 120 Beschäftigten. In den vier kommunalen Unternehmen mit 100%-iger Beteiligung der Stadt sind weiterhin etwa 160 Beschäftigte angestellt. Desweiteren befindet sich in der Stadt ein Flugplatz (ICAO-Code EDAY) und die Stemme-Flugzeugwerft, die renommierte weltweit einzigartige Motorsegler produziert.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften der Stadt Strausberg:
- Dębno (Polen)
- Frankenthal (Pfalz)
- Terezín (Tschechien)

Stadtgliederung

Die Stadt Strausberg besteht aus den Gemarkungen Strausberg, Hohenstein und Ruhlsdorf. Hohenstein ist Ortsteil von Strausberg. Teilflächen des Ortsteils Hohenstein sind Bestandteil des Naturparks Märkische Schweiz. Neben dem westlich des Straussees gelegenen historischen Stadtzentrum gehören zur eigentlichen Stadt Strausberg noch die folgenden Teile:
- die mit dem Bau der Bahnlinie Berlin - Küstrin um den Bahnhof herum entstandene Vorstadt
- die nördlich des Straussees gelegenen Siedlungen Gartenstadt und Friedrich-Schiller-Höhe
- der an der südlichen Stadtgrenze zum Ortsteil Hennickendorf der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin befindliche Ortsteil Torfhaus. Damit erreicht die Stadt eine Süd-Nord-Ausdehnung von fast 15 km, während die Ost-West-Ausdehnung nur etwa 3 km beträgt. Die Stadt wird vom "Ostbahnhof" her durch die Strausberger Eisenbahn GmbH und eine parallel laufende S-Bahnlinie erschlossen. Ausserdem verläuft quer über den Strausse die einzige elektrische Seilzugfähre Deutschlands, die insbesondere von Ausflüglern gerne benutzt wird.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)
- 1998 - 26.455
- 1999 - 26.370
- 2000 - 26.221
- 2001 - 26.512
- 2002 - 26.629
- 2003 - 26.644
- 2004 - 26.593

Weblinks


- [http://www.stadt-strausberg.de Offizielle Seite der Stadt Strausberg]
- [http://www.strausberg.de Allgemeine Seite zur Stadt Strausberg]
- [http://www.strausberg-live.de Strausberg live] Kategorie:Ort in Brandenburg

Stadt

Eine Stadt (von althochdt.: stat = Standort, Stelle; etymologisch eins mit Statt, Stätte; vgl. dagegen Staat) ist eine größere, zentralisierte, abgegrenzte Siedlung mit einer eigenen Verwaltungs- und Versorgungsstruktur im Schnittpunkt größerer Verkehrswege. Damit ist fast jede Stadt zugleich ein zentraler Ort. Städte sind - soziologisch gefasst - also vergleichsweise dicht und kopfreich besiedelte, fest umgrenzte Siedlungen (Gemeinden) mit vereinheitlichenden staatsrechtlichen bzw. kommunalrechtlichen Zügen wie zum Beispiel eigener Markthoheit, eigener Regierung, eigenem Kult und sozial stark differenzierter Einwohnerschaft. Das Letztere unterscheidet sie von Lagern (Arbeitslagern, Straflagern, Winterquartieren von Heeren u.ä.), das Erstere z.B. vom Dorf. In Deutschland existieren knapp 14.000 Städte und Gemeinden. Dorf]Dorf]Dorf]

Stadtformen

Stadtgrößen

Je nach Größe, Bedeutung oder Funktion einer Stadt unterscheidet man Landstädte, Kleinstädte, Mittelstädte, Großstädte, Millionenstädte, Weltstädte, Stadtregionen oder Ballungsräume, Trabantenstädte und Satellitenstädte. Während etwa in Dänemark die Untergrenze der Bevölkerungszahl bei einer städtischen Siedlung bei 200 Einwohnern liegt, sind es in Deutschland und Frankreich 2.000 und in Japan 50.000 Einwohner. Hinzu tritt der historische Stadtbegriff, der sich in Europa aus dem mittelalterlichen Stadtrecht herleitet und als wesentliche Merkmale das Marktrecht, das Recht auf Selbstverwaltung, die Freiheit der Stadtbürger, das Recht auf Besteuerung, der Gerichtsbarkeit, die Aufhebung der Leibeigenschaft, das Zollrecht, das Recht zur Einfriedung und Verteidigung sowie das Münzrecht enthielt. Städte, die das Stadtrecht erhalten haben, werden auch als Titularstädte bezeichnet. Auch heute noch ist das Überschreiten der Mindesteinwohnerzahl in den meisten Ländern nicht automatisch mit der Erhebung zur Stadt verbunden, sondern es Bedarf eines ausdrücklichen Beschlusses einer höherrangigen Gebietskörperschaft, in Deutschland und Österreich der des Bundeslandes. In Deutschland unterscheidet man rechtlich kreisfreie Städte, das sind solche, die keinem Landkreis angehören, von kreisangehörigen Städten. Die Stadt, in deren Sitz die Kreisverwaltung (Landratsamt) liegt, wird auch als Kreisstadt bezeichnet. In Nordrhein-Westfalen unterscheidet man bei den kreisangehörigen Städten noch die großen und mittleren kreisangehörigen Städte. In Österreich unterscheidet man zwischen Städten mit eigenem Statut und sonstigen Städten. Eine Stadt mit eigenem Statut ist meist auch Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Umland-Bezirks, der auch in den meisten Fällen so heißt (z.B. Innsbruck Stadt und Innsbruck Land). Heute kann jede Stadt mit mehr als 20.000 Einwohner ein eigenes Statut anfordern In der Schweiz gelten Ortschaften nur dann als Stadt, wenn sie entweder mehr als 10 000 Einwohner haben oder wenn ihnen, was selten ist, im Mittelalter das Stadtrecht verliehen wurde. Eine der kleinsten Städte überhaupt befindet sich in Niederösterreich im Bezirk Hollabrunn an der Grenze zu Tschechien direkt an der Thaya - die Stadt Hardegg. Hardegg hat mit allen eingemeindeten Orten 2001 eine Einwohnerzahl von 1.490, die Stadt selber hat jedoch nur 78 Einwohner. In England unterscheidet man zwischen City und Town. Die Großstadt Stockport ist beispielsweise keine City sondern Town, wohingegen die Stadt Sunderland eine City ist. Der Verwaltungsbezirk Greater London ist keine City, aber innerhalb dieser Gebietskörperschaft gibt es die City of London und die City of Westminster. Ein Ort darf erst dann als City bezeichnet werden, wenn die Königin oder der König diese zu einer solchen ernennt. Die Geschlossenheit der Bebauung oder Besiedlungsdichte gewann international seit den 1990ern Bedeutung, global vor allem die größten Städte (Megacities, Global Cities, Stadtregionen) zu bestimmen, und zwar unabhängig von Verwaltungsgrenzen oder Definitionsproblemen. Städte weisen sowohl historisch als auch regional sehr unterschiedliche Entstehungszusammenhänge und Strukturen auf. So zeigen beispielsweise die gegenwärtigen Großstädte der früh industrialisierten Staaten andere Strukturen und Entwicklungsdynamiken als die sogenannten Megacities der Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Entwicklung von Städten folgt dabei oft bestimmten Modellen.

Stadtnetz, Siedlungsstruktur

Weltweit gesehen bestehen nach Größe und Bedeutung abgestufte Städtenetze oder eine globale Siedlungsstruktur. Letztere meint die Struktur und Beziehungen aller Städte und sonstigen Siedlungen wie Dörfer untereiander, weniger innerhalb die innere Struktur einer Stadt oder sonstigen Siedlung. Zu Stadtnetz und Siedlungsstruktur gibt es beispielsweise die Untersuchung W. Christallers, 1933, die sogenannte [[Zentraler Ort|Zentrale-Orte]{{{

Weichsel-Eiszeit

Die Weichsel-Eiszeit, auch Weichsel-Kaltzeit oder Weichsel-Glazial, ist die bisher jüngste der in Nord- und Mitteleuropa aufgetretenen großräumigen Vergletscherungen durch das skandinavische Inlandeis. Das zeitliche Pendant der Vergletscherungen des Alpenraumes wird dort als Würm-Eiszeit bezeichnet. Die Weichsel-Eiszeit kann auf den Zeitraum von etwa 115.000 bis 10.000 Jahre vor heute datiert werden, wobei die Angaben differieren, je nachdem, welchen regionalen Raum man betrachtet und, wie die langen Übergangsphasen zwischen Glazialen und Interglazialen (Warmzeiten) der einen oder der anderen Periode zugeordnet werden. Die heutige Ostseeküste Mitteleuropas war wohl vor etwa 13.000 Jahren wieder eisfrei, der Berliner Raum schon vor 16.000 Jahren. Ihren Namen hat sie vom in die Ostsee mündenden polnischen Fluss Weichsel. Die Ausdehnung des Eisschildes war in der Weichsel-Eiszeit, verglichen mit den älteren Eiszeiten (Elster- und Saale-Eiszeit), deutlich geringer. In Deutschland endete der maximale Eisvorstoß des Weichsel-Glazials etwa an der Linie der heutigen Städte Flensburg, Rendsburg, Ahrensburg, südlich Schwerin, Havelberg, Brandenburg an der Havel, Luckenwalde, Lübben und Guben, also innerhalb des nordostdeutschen Tieflandes. Die Elbe sowie der warthe-stadiale (saale-eiszeitliche) Südliche Landrücken wurden von dem weichselzeitlichen Inlandeis nicht überschritten, wohl aber periglazial beeinflusst, u. a. durch Bildung von Niederterrassen und Aufwehungen von Binnendünen und Löß. Während des Hochglazials der Weichseleiszeit gab es in Nordeutschland drei große Vorstoßphasen des Eises, das Brandenburger, das Pommersche und das Mecklenburger Stadium, welche kurz aufeinander folgten. Jedes der Stadien hat einen eigenen Geschiebemergel abgelagert. Die kleineren Staffeln wie die Frankfurter Staffel haben keinen eigenen Gechiebemergel. Während des Brandenburger Stadiums erreichte das Eis seine maximale Ausdehnung (siehe oben). Diese Linie wird auch als Brandenburger Eisrandlage bezeichnet. Zum Brandenburger Stadium gehört auch die Frankfurter Staffel, die nordöstlich von Berlin verläuft. Die zweite große Vorstoßphase ist das Pommersche Stadium mit der sehr gut ausgebildeten Pommerschen Eisrandlage nördlich von Eberswalde. Der dritte große Vorstoß, das Mecklenburger Stadium erreichte nur noch Mecklenburg-Vorpommern. Umstritten ist nach wie vor, wie weit das Inlandeis zwischen den einzelnen Stadien nach Norden zurückschmolz. Ebenso strittig ist ein früherer weichselzeitlicher Eisvorstoß während des Frühglazials vor etwa 70.000 Jahren, der zumindest bis an die südliche Ostseeküste vordrang. Diese letzte Kaltzeit hat durch ihr Vordringen und Zurückweichen eine vielfältige Jungmoränenlandschaft hinterlassen. Typisch dafür sind frische, gut ausgebildete Formen der Glazialen Serie. Dazu gehören die Urstromtäler mit Talsandflächen, in denen sich auch Abschnitte der heutigen Flussläufe von Elbe, Oder, Havel und Spree befinden. Zu nennen ist das Glogau-Baruther Urstromtal das die Brandenburger Eisrandlage entwässerte, das Warschau-Berliner Urstromtal mit der zugehörigen Frankfurter Staffel und das Thorn-Eberswalder Urstromtal, welches die Pommersche Eisrandlage entwässerte. Relikt aus der Zeit ist auch die fast unüberschaubare Seenlandschaft der Mecklenburgischen Seenplatte (vgl. u. a. Müritz). Auch Brandenburg und Ostholstein ist reich an weichsel-glazialen Seen (vgl. u. a. Plöner See). Einige Seen sind in Gletscherzungenbecken entstanden (Beispiele: Schweriner See, Tollensesee, Ratzeburger See). Geschiebematerial, das teilweise aus Finnland, Schweden und Norwegen stammt, ist entweder als Grundmoräne, als Endmoräne oder dieser vorgelagerter Sander hier zurückgelassen worden. Besonders der Baltische oder Nördliche Landrücken besteht aus lebhaft gegliederten und vielfach hintereinander gestaffelten Endmoränenwällen. Er begleitet die heutige Ostseeküste bis nach Nordpolen. In Pommern und Masuren werden dabei stellenweise Höhen bis über 300 m NN erreicht (329 m, südwestlich von Danzig; 312 m, südlich von Osterode). Die höchsten Erhebungen im deutschen Teil sind aus dem Pommerschen Stadium die Helpter Berge (179 m, südöstlich von Neubrandenburg) in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ausklang der bisher jüngsten Eiszeit in Mitteleuropa ist außerdem gekennzeichnet durch die zunehmende menschliche Wiederbesiedlung des Raumes in verschiedenen Siedlungswellen, die als Jäger- und Sammlerkulturen zu bezeichnen sind. Die folgende stratigrafische Gliederung zeigt die – stark vereinfachte – zeitliche Abfolge von Klimaphasen in Norddeutschland vom Interglazial zwischen der Saale- und der Weichsel-Eiszeit bis heute. Die genauen Altersangaben für das Spätglazial und das Holozän stammen von Untersuchungen jahreszeitlich geschichteter Seeablagerungen in Nordwestdeutschland und aus Maaren der Eifel (kombiniert aus versch. Quellen). Siehe auch:
- Würm-Eiszeit
- Eiszeit
- Elster-Eiszeit (um 350.000 bis 250.000 Jahre vor heute)
- Saale-Eiszeit (um 230.000 bis 130.000 Jahre vor heute)
- Glaziale Serie
- Glaziologie
- Globales Förderband (als vermutete Ursache für die Vereisung vor ca. 13.000 Jahren.) Kategorie:Glaziologie Kategorie:Historische Geologie

Straussee

Der Straussee ist ein eiszeitlicher See, der bei der nach ihm benannten Stadt Strausberg im Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland liegt. Er hat eine Ausdehnung von Nordost nach Südwest von etwa 3,8 km und ist bis zu 600 m breit. Nach einer wenige Meter breiten und bis zu 6 m flachen Uferregion fällt er steil auf über 10 m Tiefe ab und ist an der tiefsten Stelle (wenige Meter südwestlich der Fähre) 24 m tief. Aufgrund der dicken Schlammschicht am Grund schwanken allerdings die Angaben über die größte Tiefe. Seine Sprungschicht beginnt bei ca. 9 m Tiefe. Ungefähr in der Mitte des Sees wird er von der einzigen elektrischen Seilfähre Deutschlands überquert. Am See existieren ein öffentliches Schwimmbad und mehrere freie Zugänge zum Baden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Boote auszuleihen und eine Tauchbasis. Der Motorbootverkehr ist abgesehen von elektrischen Booten, verboten. Der See ist relativ fischreich. Man findet hier Hechte, Zander, Aale, Flusskrebse, verschiedene Barsche und Karpfen. Der Fischreichtum wird durch einen kommerziellen Fischer und viele Sportangler verwertet. In Aquakulturen werden Forellen gezüchtet. Der Grund auf der östlichen Stadtseite ist teilweise sehr stark mit Bauschutt belastet, die westliche Waldseite ist teilweise mit Seegraswiesen bedeckt. Kategorie:See in Brandenburg

Schild

Der Schild (v. althochdt. scilt Abgespaltenes) bezeichnet:
- eine flache, tragbare Schutzwaffe, siehe Schild (Waffe), Einsatzschild und Wappenschild
- in der Waffentechnik eine Schutzplatte an Geschützen, siehe Schild (Schutzplatte)
- Grundbestandteil eines Wappens, siehe Heraldik
- ein länglicher Schirm an manchen Mützen oder Kappen
- die schildförmige Platte an Krebsen, Insekten und Schildkröten, siehe Carapax
- das auffällige Brustgefieder an männlichen Auer- und Feldhühnern
- in der Geologie der zu flachen Tafelländern erodierte "alte Schild" im Kern eines Kontinents, in dem das kristalline Grundgebirge aufgeschlossen ist, siehe Schild (Geologie), ein spezieller Schild ist der kanadische Schild
- in der Jägersprache das verdickte Blatt des Keilers,
- die Schulter bei Rind und Schwein
- ein dem Hesiod zugeschriebenes Werk; ein Epos in 460 Versen Das Schild ist sprachlich von dem Schild abgeleitet und bezeichnet eine mit Zeichen oder einer Aufschrift versehene Tafel
- Schild (Zeichen)
  - Hinweisschild
  - Namensschild
  - Verkehrsschild
  - Reklameschild
  - Warnschild
  - Straßenschild
- eine Brotform: Schild (Brot)

Afrikanischer Strauß

Wikipedia:Taxoboxen Der afrikanische Strauß (Struthio camelus) gehört zu den Laufvögeln und ist der größte lebende Vogel der Erde.

Merkmale

Die Männchen des afrikanischen Straußes werden bis zu 3 Meter groß und 150 Kilogramm schwer. Sie werden Hähne genannt. Die Weibchen heißen Hennen. Der Strauß hat sehr lange Beine mit einer kräftigen Laufmuskulatur und einem langen Lauf. Die Höchstgeschwindigkeit des Straußes beträgt etwa 70 km/h. Als Anpassung an die hohe Laufgeschwindigkeit besitzt der Fuß nur zwei Zehen, dies ist bei keinem anderen Vogel so. Der Strauß hat ferner einen langen Hals, der überwiegend nackt ist. Seine kleinen Flügel sind kaum erkennbar. Sie dienen nur zur Balz und zum Schattenspenden. Die Männchen haben ein schwarz-weißes Gefieder. Weil sie nachtaktiv sind, könnte man ein buntes Gefieder nicht erkennen. Die Henne ist an ihrem eher unscheinbaren, erdbraunen Gefieder zu erkennen.

Verbreitung

Der natürliche Verbreitungsgebiet des Straußes ist Afrika, insbesondere Ost- und Südafrika. Fünf Unterarten können unterschieden werden: Der Zulu-Strauß (Struthio camelus australis) hat in Südafrika sein Zuhause; der Mali- oder Berber-Strauß (S. c. camelus) in Nordafrika; der Massai-Strauß (S. c. massaicus) in Ostafrika; die Heimat des Somali-Straußes (S. c. molybdophanes) liegt in Äthiopien, Nordkenia und Somalia; der Arabische Strauß (S. c. syriacus) ist bereits ausgestorben.

Lebensraum

Wenn man an den Lebensraum eines Straußes denkt, stellt man sich diesen oft als offene Savanne, trockene, pflanzenarme Sandfläche oder als Wüstengebiet vor. Das ist richtig, er kommt jedoch auch im schwer überblickbaren „Dickbusch“ und im felsigen, zerklüfteten Bergland vor. Die letzten 50.000 freilebenden Tiere sind durch diese Anpassungsfähigkeit in sehr unterschiedlichen Gegenden beheimatet.

Ernährung

Strauße leben größtenteils vegetarisch, nehmen gelegentlich aber auch Insekten und andere kleine Tiere zu sich. Der Strauß frisst vorwiegend Körner, Gräser, Kräuter, Früchte, Raupen und Heuschrecken. In Trockenzeiten kann er seinen Feuchtigkeitsbedarf vollständig aus wasserspendenden Pflanzen beziehen. Wenn er viel Nahrung zu sich nimmt, fördert das die Fortpflanzungsbereitschaft. Der Strauß hat keinen Kropf und wie die anderen Vögel keine Zähne, deshalb frisst er Gastrolithen (Steine, gelegentlich auch Fremdkörper wie Plastikflaschen oder Schuhe), um mit ihnen die Nahrung in seinem muskulösen Magen zu zerkleinern.

Verhalten bei Gefahr

Der Strauß wird falsch eingeschätzt, wenn man sagt, dass er bei Bedrohung durch Feinde den Kopf in den Sandboden steckt. Er kann sich durchaus mit seiner Geschwindigkeit retten, er ist aber auch in der Lage, mit seinen spitzen Zehen und einem gezielten Tritt einen Löwen zu töten.

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

Löwe Die Strauße werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Bei den Straußen ist es wie bei den Menschen: sie sind immer fortpflanzungsbereit. Der Hahn paart sich nicht nur mit seiner Partnerin, sondern auch mit mehreren unerfahrenen Weibchen. Ein Weibchen gräbt eine Kuhle, und alle anderen von einem Männchen befruchteten Hennen legen ihre Eier in das Nest. So kommen meistens 20 und mehr Eier zusammen. Nach sechs Wochen schlüpfen dann die Küken. Die Eier werden bis zu 1.500 g schwer und haben einen Durchmesser von 15 cm. Damit zählen sie zu den größten Eiern der Welt, denn ihr Inhalt entspricht dem von 24 Hühnereiern. Ein Straußenei kann bis zu 80 kg Belastung aushalten. Nachdem die Küken geschlüpft sind, folgen sie den Eltern überall hin. Die Eltern versuchen immer, sie vor Fressfeinden zu bewahren. Diese Feinde sind: Schlangen, Hyänen, Paviane und Geier. Die Jungen sind nach einem Jahr so groß wie die Eltern. Strauße haben eine Lebenserwartung von etwa 50 bis 60 Jahren.

Abstammung

Die Vorfahren des Straußes waren von Spanien bis hin nach China verbreitet. Seit 7.500 Jahren wird der Strauß vom Menschen geschätzt. Einen Beweis dafür findet man in einer Felsmalerei in der Sahara, die 5.500 v.Chr. entstand.

Züchtung

Der Strauß wurde hauptsächlich wegen seiner Federn gezüchtet. Wegen der Mode in den 1920er Jahren verdienten Straußenfarmen damals sehr viel Geld. Die Besitzer, die auch „Straußenbarone“ genannt wurden, bauten sich deshalb auf ihren Farmen kleine Paläste. Heute züchtet man die Strauße wegen ihres Fleisches und der graublauen Haut, aus der man Leder herstellt. Das Fleisch des Straußes hat einen ganz eigenen Geschmack, ist aber am ehesten mit Rindfleisch zu vergleichen. Es ist außerdem cholesterinarm und wird häufig geschätzt, da Strauße immer freilaufend gehalten werden. Bild:Strauss_m_Tanzania.jpg|Massai-Strauß ♂ (S. camelus massaicus) Bild:Straußenkopf.JPG|Kopf eines Nandu Bild:Straussenkueken.jpg|Nanduküken Image:Südafrika Oudtshoorn Vogel Strauss.jpg|Afrikanischer Strauss in einer Straussenfarm in Oudtshoorn, Südafrika Bild:Straussenei BMK.jpg|Straußenei (rechts) im Vergleich zu einem Hühnerei

Weblinks


- [http://nandu.na.funpic.de Portraits von Laufvögel-Arten] Kategorie:Vögel ja:ダチョウ ms:Burung Unta

Brandenburg

Brandenburg (sorbisch:Braniborska) ist ein Bundesland im Nordosten Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Brandenburg grenzt an Polen im Osten, Sachsen im Süden, Sachsen-Anhalt im Westen, Niedersachsen im äußersten Westen auf einem kurzem Stück an der Elbe, Mecklenburg-Vorpommern im Norden und umschließt das zentral gelegene Berlin vollständig.

Geografie

Typisch für Brandenburg ist die Ausrichtung sämtlicher Infrastruktur auf das inselförmig im Land gelegene Berlin. Berlin und Brandenburg bilden gemeinsam die Metropolregion Berlin/Brandenburg. Rund um Berlin befinden sich die wohlhabendsten Städte und Dörfer („Speckgürtel“ Berlins). Hier wohnen auch viele Berliner, die es ins Grüne zog. In der Peripherie des Bundeslandes liegen dünn besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Landstriche wie die Prignitz, der Fläming, der Spreewald, das Oderbruch oder die Uckermark. Rund um Cottbus im Südosten des Landes befinden sich mehrere Braunkohleabbaugebiete (Tagebau).
- Entfernung Nord-Süd 291 km
- Entfernung West-Ost 244 km

Landschaft

Die Oberflächengestaltung von Brandenburg wird durch zwei Höhenzüge und zwei Bodensenkungen bestimmt. Die Senkungen werden von Flussniederungen eingenommen, an deren Rändern sich - heute größtenteils trockengelegte - Moor- und Sumpfböden befinden, die zwischenzeitlich auch dem Torfabbau dienten. Die Flussniederungen werden hier Bruch oder Luch genannt. Der nördliche oder baltische Höhenzug der mecklenburgischen Seenplatte sendet nur unbedeutende Zweige nach Brandenburg aus. Der etwa 230 km lange Höhenzug im Süden des Bundeslandes beginnt mit den Lausitzer Höhen (genauer: den Sorauer Sandbergen) und zieht sich entlang der Grenze westwärts über Triebel und Spremberg, dann nach Nordwesten über Calau und geht auf den kahlen und dürren Fläming zu. Die südliche Bodensenkung befindet sich ziemlich am nördlichen Rand dieses Höhenzuges und tritt am markantesten im Spreewald hervor (zwischen Baruth (Mark) und Plaue). Die nördliche Bodensenkung, fast unmittelbar am Südfuß der baltischen Landhöhe gelegen, wird bestimmt durch die Niederungen des Netze- und Warthebruchs, des Oderbruchs, die Linie des Finowtals, das Havelländische Luch und die Furche des Elbestroms. Zwischen diesen beiden Senkungen liegt eine Bodenerhebung (Platte), die sich aus der gegend von Posen westwärts nach Brandenburg hinein erstreckt, mit dem Sternberger Land, der Spreeplatte und der Mittelmark. Die Platte wird von Südosten nach Nordwesten hin durchschnitten von der Niederung der Faulen Obra und der Oder bis zur Mündung der Neiße, die untere Spree und das Haveltal. Von Süden nach Norden strömt die Oder von der Neißemündung bis zur Warthemündung, dem Bober, die obere Spree, die Dahme, Ruthe und Plaue. Zwischen diesen Furchen erheben sich eine ganze Reihe einzelner Höhen und Höhenzüge, der Semmelberg bei Bad Freienwalde (157 m), die Müggelberge in Berlin-Köpenick (120 m), die Havelberge (97 m) und die Rauen Berge bei Fürstenwalde (112 bis 152 m). Die höchste Erhebung in Brandenburg ist die unweit der Grenze zu Sachsen liegende Heidehöhe 201,4 m. Im allgemeinen ist auf dieser Platte Sandboden vorherrschend, der auf weiten Strecken mit Kiefern und Heidekraut bewachsen und ein dürres Ansehen hat. Doch selbst auf den Höhen ist er lehmig und kann durch geeignete Anbaumethoden zum Anbau der meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse genutzt werden.

Politik

landwirtschaftlichen Im Brandenburgischen Landtag sind derzeit vier Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 19. September 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- SPD: 33
- Die Linke.PDS: 29
- CDU: 20
- DVU: 6 Die Ergebnisse der Landtagswahl 2004 sahen wie folgt aus:
- SPD: 31,9 %
- Die Linke.PDS: 28,0 %
- CDU: 19,4 %
- DVU: 6,1 %
- Bündnis90/Die Grünen: 3,6 %
- FDP: 3,3 %
- sonstige: 7,7 % (Siehe auch: Wahlen zum Brandenburger Landtag, Brandenburger Landtag)

Ministerpräsidenten

Die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg:
- 1945 - 1949: Karl Steinhoff (SPD), ab 1946 (SED)
- 1949 - 1952: Rudolf Jahn (SED)
- Zwischen 1952 und 1990 war das Land Brandenburg aufgelöst
- 1990 - 2002: Manfred Stolpe (SPD)
- 2002 - heute: Matthias Platzeck (SPD)

Ministerien

:Ministerpräsident: Matthias Platzeck (SPD) :Ministerium des Innern: Jörg Schönbohm (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident :Ministerium der Justiz: Beate Blechinger (CDU) :Ministerium der Finanzen: Rainer Speer (SPD) :Ministerium für Wirtschaft: Ulrich Junghanns (CDU) :Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie: Dagmar Ziegler (SPD) :Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz: Dr. Dietmar Woidke (SPD) :Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Holger Rupprecht (parteilos) :Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur: Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) :Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung: Frank Szymanski (SPD)

Verfassung

[http://de.wikisource.org/wiki/Verfassung_des_Landes_Brandenburg| Verfassung des Landes Brandenburg]

Wappen und Flagge

Frank SzymanskiNach der Brandenburgischen Verfassung ist der „rote märkische Adler auf weißem Feld“ (Artikel 4) das Wappen des Landes Brandenburg.Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Den märkischen Adler und das Wappen aber gibt es schon lange. Bereits 1157 soll es das Wappen des Markgrafen von Brandenburg: Otto I., der Sohn Albrechts des Bären. gewesen sein. Nach der Wende entfernte man ihm seine früheren Beigaben (Schwert, Brustschild usw.), die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg Teil des Wappens waren.

Geschichte

Otto I.)]] Historisch bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin, das Teil Brandenburgs war) das Kernland Brandenburg-Preußens. Siehe hierzu auch Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg 1157), Mark Brandenburg und Provinz Brandenburg. 1945 wird die Provinz Mark Brandenburg gebildet. Diese besteht aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt (Oder) der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. 1947 erfolgt nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 km². 1952 wird im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und aufgeteilt in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Der Landkreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Landkreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg. Am 14. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet durch Zusammenlegung der DDR-Bezirksterritorien Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin. Im Jahre 1996 entscheiden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Mehrheit gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.

Verwaltungsgliederung

Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte.

Landkreise

kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

# 18px Brandenburg an der Havel (BRB) # 18px Cottbus (CB) # 18px Frankfurt (Oder) (FF) # 17px Potsdam (P)

Regionen

Brandenburg wird ab 2007 in zwei NUTS-2-Regionen sowie weiterhin in fünf Planungsregionen (Regionale Planungsgemeinschaften) gegliedert, die räumlich Bundesraumordnungsregionen entsprechen und die sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen zusammensetzen, wie in der nachstehenden Übersicht angegeben (diese Regionen sind keine Verwaltungseinheiten):

Städte und Gemeinden

Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 421 Gemeinden, darunter 112 Städte, von denen 4 Städte kreisfrei sind. (Stand: 15. März 2005).
Größte Städte und Gemeinden ¹ zum Gebietsstand der Kommunalreform vom 26. Oktober 2003 (Siehe auch: Liste der Orte in Brandenburg)

Länderfusion

1996 fand eine Volksabstimmung über einen Staatsvertrag zur Fusion von Brandenburg mit Berlin statt. In Brandenburg wurde jedoch nicht einmal die Mindestzustimmung ("Quorum") von 25 % der Wahlberechtigten erreicht. Damit wäre der Vertrag auch ohne eine einzige Brandenburger Nein-Stimme nicht in Kraft getreten; dass es zusätzlich eine Mehrheit von Nein-Stimmen gab, unterstreicht die fehlende Überzeugungskraft der Idee zum damaligen Zeitpunkt. Hauptargumente gegen die Zustimmung in Brandenburg war die zahlenmäßige Unterlegenheit der ländlichen (Brandenburger) gegenüber den städtischen (Berlin & "Speckgürtel") Interessen bei 2,5 Millionen Brandenburgern gegenüber 3,5 Millionen Berlinern. Außerdem hätte der gestaffelte Abbau des Stadtstaatenprivilegs für Berlin längerfristig jährliche Verluste von 2 Mrd. € beim Länderfinanzausgleich ergeben. Die vom heutigen Ministerpräsidenten Platzeck lange befürwortete Alternative eines Nord-Ost-Landes inkl. Mecklenburg-Vorpommern und der Sachsen-Anhaltinischen Altmark und damit einer ländlichen Mehrheit wurde nie ernsthaft verfolgt. Auch den Vorschlag eines Länderrates, einer Art Mini-Bundesrat, besetzt nach einem Flächenschlüssel, hat die Brandenburger Landesregierung nie in die Verhandlungen mit Berlin eingeführt. Befürworter einer Länderfusion streben immer wieder mal eine erneute Volksabstimmung an. Jedoch gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von Bestrebungen, die letztendlich auf eine Fusion der beiden Länder abzielen, wie etwa die Fusion des SFB mit dem ORB zum RBB oder die Fusion der Deutschen Rentenversicherung Berlin mit der Deutschen Rentenversicherung Brandenburg zum 01 Januar 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Auch die Regierungschefs beider Bundesländer haben sich zum grundsätzlichen Ziel der Länderfusion bekannt. (Siehe auch: Berlin-Brandenburg)

Wirtschaft

Brandenburgs Industrie und Dienstleistungen haben ihren Schwerpunkt entlang der A 10 rund um die Stadt Berlin sowie in den gesicherten industriellen Kernen. Bei Eisenhüttenstadt an der Oder und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke. Außerdem gibt es in Brandenburg an der Havel ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. Jenseits der gesicherten industriellen Kerne sind die berlin-fernen Teilräume des Landes von der Ernährungsindustrie, dem Holzgewerbe sowie der Landwirtschaft geprägt. Im Süden Brandenburgs befinden sich Braunkohleabbaustätten. Künftig wird ein Schwerpunkt der Landesentwicklung verstärkt auf den Fremdenverkehr gelegt. Desweiteren befinden sich im Nordosten der Uckermark die Stadt Schwedt mit ihren industriellen Schwerpunkten PCK (Petrolchemie und Kraftstoffe) sowie zwei Papierfabriken mit Überseehafen, der direkt in die Ostsee mündet durch den Kanal.

Landwirtschaft

Einige Leistungen der Landwirtschaft Brandenburgs im Jahr 2004:
- Erntemenge Getreide 3,265 Mio t
- Anzahl Rinder 586100
  - davon Milchkühe 174.000
  - Milchleistung je Kuh und Tag März/05 22,34 kg
- Anzahl Schweine 788.200
  - davon Ferkel 248.900
- Anzahl Schafe 144.489
- Eier pro Henne und Jahr 295

Verkehr

18pxBrandenburgs Verkehrswege laufen sternförmig auf Berlin zu. Dies gilt sowohl für Eisenbahnstrecken, als auch für Straßen und Wasserstraßen. Die Eisenbahnstrecken werden durch den Berliner Außenring verbunden, der sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. Weiterhin verläuft der „Berliner Ring“ genannte Autobahnring der A 10 fast ausschließlich durch Brandenburg. 18pxDer wichtigste Flughafen des Bundeslandes befindet sich in Schönefeld; daneben gibt es u. a. den Flughafen Cottbus-Drewitz.
- Zugelassene Kfz 2004
- Neuzulassungen Kfz 2004: 86.409
- Transportierte Personen 2004 (ÖPNV): 141.697.000

Bildung

Primarstufe

Brandenburger Schüler besuchen, anders als in anderen Bundesländern, von der ersten bis zur sechsten Klasse die Grundschule.

Sekundarstufe I und II

Die Berechtigung zum Besuch von Universitäten(Abitur), erhält man in Brandenburg an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, aber auch an Oberstufenzentren und Abendschulen. Veränderungen in den Schuljahren:
- 2004/2005 Einführung Zentralgestellter Abiturprüfungen
- 2005/2006 Zusammenlegung von Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe zu Oberschulen
- 2005/2006 Einführung eines generellen Rauchverbots für Schüler und Lehrkräfte
- 2005/2006 Qualitätskontrolle der Leistungen der Lehrer durch Visitationsteams
- 2006/2007 Einführung von Kopfnoten

Hochschulen


- Brandenburgische Technische Universität Cottbus
- Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
- Universität Potsdam
- Fachhochschule Lausitz (bestehend aus den Standorten: Cottbus und Senftenberg)
- Fachhochschule Potsdam
- Fachhochschule Brandenburg
- Fachhochschule für Finanzen (Fachbereich: Steuerverwaltung)
- Fachhochschule Eberswalde
- Technische Fachhochschule Wildau (Siehe auch: Hochschulen in Brandenburg)

Landschaften

Flüsse

(Siehe auch: Liste der Flüsse in Brandenburg, Liste der Seen in Brandenburg)

Tourismus

Siehe dazu: Tourismus in Brandenburg

Natur- und Kulturschutz in Brandenburg

Tourismus in Brandenburg Tourismus in Brandenburg Tourismus in Brandenburg

Die 15 Großschutzgebiete

Der Naturschutz hat im Land Brandenburg eine hohe Priorität, im Jahre 2002 sind im Land 15 so genannte Großschutzgebiete ausgewiesen, darunter eines als Nationalpark, drei als Biosphärenreservat und 11 als Naturpark. Insgesamt nehmen die Großschutzgebiete rund ein Drittel der Landesfläche ein.
- Nationalpark Unteres Odertal (106 km2)
- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km²)
- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1.291 km²)
- Biosphärenreservat Spreewald (474 km²)
- Naturpark Barnim (750 km²)
- Naturpark Dahme-Heideseen (594 km²)
- Naturpark Hoher Fläming (827 km²)
- Naturpark Märkische Schweiz (204 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (490 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Landrücken (580 km²)
- Naturpark Nuthe-Nieplitz (623 km²)
- Naturpark Schlaubetal (225 km²)
- Naturpark Uckermärkische Seen (895 km²)
- Naturpark Westhavelland (1.315 km²)
- Naturpark Stechlinsee (1.080 km²)

UNESCO-Welterbe in Brandenburg


- Schlösser und Parks von Potsdam (Schloss Sanssouci) (seit 1990)

Sprache

Abgesehen von Hochdeutsch werden größtenteils Dialekte des Mark-Brandenburgischen und des Berlin-Brandenburgischen gesprochen. Im Grenzgebiet zu Sachsen und Sachsen-Anhalt wird ferner Anhaltisch - ein Dialekt des Thüringisch-Obersächsischen gesprochen, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Niederlausitz spricht man Lausitzische Dialekte. Dieses und das in und im Umland von Berlin gesprochene ist dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Mundart Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich. Im östlichen Teil der Niederlausitz in der Umgebung von Cottbus wird außerdem Niedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 20.000 Menschen als Muttersprache gesprochen (zweisprachiges Gebiet). Der Wortschatz der brandenburgischen Dialekte ist erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch.

Siehe auch


- Bombodrom
- Brandenburger Küche
- Lausitzring
- Cargolifter
- Tropical Island
- Verdienstorden des Landes Brandenburg

Weblinks


- [http://www.brandenburg.de/ Offizielle Seite des Landes Brandenburg]
- [http://www.reiseland-brandenburg.de/ Offizielle Tourismusseite des Landes Brandenburg]
- [http://www.geobasis-bb.de/ Landesvermessung]
- [http://www.wahlen.brandenburg.de/sixcms/list.php/landeswahlleiter Wahlergebnisse (Landeswahlleiter)]
- [http://www.maerkische-wirtschaft.de/ Wirtschaftsportal für das Land Brandenburg]
- [http://www.kulturportal-brandenburg.de/ Kulturportal für das Land Brandenburg]
- [http://www.verwaltung-brandenburg.de/ Gemeinsamer Internet-Auftritt von Kommunen im Land Brandenburg]
-
ja:ブランデンブルク州 ko:브란덴부르크 주 simple:Brandenburg

1225

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Ereignisse


- Böhmenkirch, Kamenz und Worfelden werden zum ersten Mal urkundlich erwähnt
- Heinrich I. von Müllenark wird Erzbischof von Köln
- Witzenhausen an der Werra erhält die Stadtrechte
- Gadebusch in Mecklenburg erhält die Stadtrechte
- Niederlegung des sächsischen Rechts im Sachsenspiegel

Geboren


- um 1225 - Thomas von Aquin († 1274)
- 1. Mai - Jean de Joinville, Begleiter und Chronist von Ludwig den IX. († 1317)

Gestorben


- 3. Januar - Adolf III. (Schauenburg und Holstein), war der Gründer einer Handels- und Marktsiedlung am westlichen Alsterufer
- 7. November - Reichsverweser und Erzbischof von Köln, Engelbert I. von Köln, wird von Gefolgsleuten seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg ermordet (
- um 1185) 2-1225 ko:1225년 nb:1225

1247

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Wilhelm von Holland wird zum Gegenkönig gewählt.
- Helmstedt erhält die Stadtrechte.

Geboren


- Petrus Johannis Olivi, französischer Theologe (
- 1247/ 48; † 14. März 1296/ 98)

Gestorben


- 16. Februar - Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen seit 1241, deutscher Gegenkönig seit 1246 (
- ca. 1206) ko:1247년

Dominikaner

Der Orden der Dominikaner (Ordo Predicatorum, abgekürzt OP), auch Predigerorden, wurde im frühen 13. Jahrhundert vom heiligen Dominikus gegründet.

Geschichte

Zu dieser Zeit zog er durch das südliche Frankreich, um gegen die Sekte der Albigenser zu predigen. Die Dominikaner waren (sind) Bettelmönche, die einer strengen theologischen Schulung unterzogen wurden, um Predigten zu halten und Vorbehalten gegen den christlichen Glauben zu entgegnen. Sie verpflichteten sich zu absoluter Armut und verzichteten auf jede Form von Gemeinschaftsbesitz. Sie waren (sind) vergleichbar mit den Idealen der Franziskaner, ein Bettelorden. Das erste Haus wurde in Toulouse gegründet. Papst Honorius III. bestätigte den Orden. Im Zentrum ihrer missionarischen Aktivitäten standen die Predigt und die Bekämpfung der "Ketzer".

Lehrtätigkeit

Die Dominikaner waren an den großen Universitäten Europas bekannt. Sie waren mit der Entstehung und Entwicklung der Scholastik verbunden. Der heilige Thomas von Aquin war einer ihrer berühmtesten Vertreter. Weitere bekannte Dominikaner sind der Theologe Albertus Magnus, der deutsche Mystiker Meister Eckhart und Johann Tetzel, der durch Ablasshandel berühmt wurde.

Inquisition

Während des Mittelalters wurden sie oft als Vorsitz der Inquisition erwählt, die Ketzer jagte und vor Gericht brachte. Zu dieser Zeit wurden die Dominikaner auch "domini canes" genannt ("Spürhunde des Herren"). Bemerkenswert ist, dass auch herausragende Dominikaner wie Giordano Bruno und Girolamo Savonarola als "Ketzer" der Inquisition zum Opfer fielen.

Der Orden in der Gegenwart

In der heutigen Zeit sind die Dominikaner vor allem in der Pastoral sowie im wissenschaftlichen Bereich, vor allem Theologie und Sozialethik, tätig. Bedeutende Dominikanerkirchen, auch Predigerkirchen genannt, sind die Französische Kirche in Bern sowie weitere Beispiele in Basel, Eisenach, Erfurt, Rottweil oder Zürich. Viele davon befinden sich heute nicht mehr im Besitz des Dominikanerordens.

Bekannte Dominikaner

A Albertus Magnus, Fra Angelico, B Benedikt XI., Benedikt XIII., Giordano Bruno C Jacobus de Cessolis, Georges Marie Martin Kardinal Cottier D Dominikus (Ordensgründer) E Meister Eckhart I Innozenz V., Heinrich Institoris L Jean Baptiste Labat, Bartolomé de Las Casas N Johannes Nider O Wolfgang Ockenfels P Pius V. R Rosa von Lima (3. Orden) S Girolamo Savonarola, Jordanus Saxo, Christoph Kardinal Schönborn, Heinrich Seuse, Jakob Sprenger (Inquisitor), Basilius Streithofen, Johann Strote T Johannes Tauler, Johann Tetzel (Ablassprediger), Thomas von Aquin, Tomás de Torquemada (Inquisitor) U Ulrich von Straßburg V Jacobus a Voragine, Petrus von Verona W Everhard von Westerheim

Siehe auch


- Gemeinschaft vom Lamm (Kleine Brüder vom Lamm, Kleine Schwestern vom Lamm)

Literatur


- Wolfram Hoyer (Hg.), Jordan von Sachsen, Von den Anfängen des Predigerordens, Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 3, Benno Leipzig 2002, ISBN 3-7462-1574-9
- Timothy Radcliffe, Gemeinschaft im Dialog, Ermutigung zum Ordensleben, Dominikanische Quellen und Zeugnisse Bd. 2, Benno Leipzig 2001, ISBN 3-7462-14505
- Thomas Eggensperger/Ulrich Engel, Frauen und Männer im Dominikanerorden, Geschichte- Spiritualität-aktuelle Projekte, Topos-Tb Mainz 1992, ISBN 3-7867-1660-9

Weblinks


- [http://dominikaner.orden.de/ Dominikaner in Norddeutschland]
- [http://www.dominikaner.org/ Dominikaner in Deutschland]
- [http://noviziat.de/ Noviziat der Dominikanerprovinz Teutonia]
- [http://dominikaner-werden.de/ Seite für Ordensinteressenten]
- Kategorie:Dominikanerorden Kategorie:Katholizismus ja:ドミニコ会 zh-min-nan:Tō-bêng-hōe

1267

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


-

Personen


- Hedwig von Andechs (
- 1174; † 1243), Herzogin von Schlesien, wird heilig gesprochen.
- Thomas von Aquin veröffentlicht "Summa theologica".
- Ludwig IX. (Ludwig der Heilige), König von Frankreich, ruft zum siebten Kreuzzug auf.

Städte


- Boizenburg/ Elbe erhält das Stadtrecht.
- Ostrava (deutsch Ostrau), heute drittgrößte tschechische Stadt und Hauptstadt der Moravskoslezský kraj, wird gegründet.
- Neugründung Pekings durch die Mongolen

Geboren


- Giotto di Bondone, italienischer Maler († 1337)
- 17. Dezember - Go-Uda (後宇多天皇) († 1324), 91. Kaiser von Japan (1274 - 1287)

Gestorben


- 2. Oktober - Margarethe von Babenberg, Ehefrau des böhmischen Königs Premysl Ottokar II. (
- 1204 oder 1205)
- 9. Oktober - Otto III., Markgraf der Mark Brandenburg (
- 1215)
- Heinrich I. von Vianden, Fürstbischof von Utrecht (
- 1250 oder 1252)
- Heinrich II., Fürst von Anhalt-Aschersleben (
- 1252)
- Heinrich IV., Herzog von Brabant (
- 1261)
- Hugo II., König von Zypern (
- 1253)
- Berke Khan, Khan der Goldenen Horde (
- nach 1205) ko:1267년 simple:1267

Otto III. (Brandenburg)

Otto III., genannt der Fromme (
- 1215; † 9. Oktober 1267 in Brandenburg (Havel)) war von 1220-1267 Markgraf der Mark Brandenburg.

Leben

Otto war der jüngere Sohn Albrechts II. aus dem Geschlecht der Askanier und der Mathilde (Mechthild) von der Lausitz, Tochter Graf Konrads II. von Groitzsch, aus einem Nebenzweig der Wettiner. Da sowohl Johann als auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Otto beim Tod des Vaters unmündig waren, übernahm Erzbischof Albrecht I. von Magdeburg die Lehnsvormundschaft; die Vormundschaft hatte Graf Heinrich I. von Anhalt, der ältere Bruder Herzog Albrechts I. von Sachsen. 1221 kaufte die Mutter, Gräfin Mathilde, dem Magdeburger Erzbischof die Lehnsvormundschaft ab. Als dieser bald darauf zu Kaiser Friedrich II. nach Italien reiste, versuchte Sachsenherzog Albrecht, sich die Lage zunutze zu machen, was zu einem Zerwürfnis mit seinem Bruder Heinrich, dem Vormund, führte. Die sächsischen Übergriffe führten dazu, dass auch Mechthilds Schwager, Graf Heinrich I. von Braunschweig-Lüneburg, einschritt. Eine Fehde wurde durch das Einschreiten Friedrichs II. verhindert, der die fürstlichen Brüder aufforderte, Frieden zu halten. Seit dem Tod ihrer Mutter im Jahre 1225 übten die Brüder die Lehnsherrschaft über die Mark Brandenburg gemeinsam aus. Nach dem Tod Graf Heinrichs von Braunschweig-Lüneburg (1227) unterstützten sie dessen Neffen, ihren Schwager Otto das Kind, der sich gegen staufische Ansprüche und die eigenen Ministerialen nur mit Waffengewalt durchsetzen konnte. 1229 kam es zu einer Fehde mit dem früheren Lehnsvormund Erzbischof Albrecht, die aber Wie ihre früheren Widersacher und Verteidiger erschienen sie 1235 auf dem Reichstag zu Mainz, auf dem der Mainzer Landfrieden verkündet wurde. Gemeinsam mit seinem Bruder erweiterte Johann das Gebiet der Markgrafschaft und gründete die Städte Spandau, Berlin, Frankfurt/Oder und Prenzlau. Nach den Auseinandersetzungen um die Königsherrschaft Konrads VI. und Heinrich Raspes erklärten sie 1251 König Wilhelm von Holland ihre Anerkennung; 1257 übten sie bei der Wahl Alfons X. von Kastilien erstmalig das brandenburgische Kurrecht aus. Damals war Otto einer der Anwärter auf die Königswürde, lehnte dieses Ansinnen aber schließlich ab. 1258/60 endete die gemeinsame Herrschaft auf Betreiben der Nachkommen; eine kluge Aufteilung der Herrschaftsgebiete und weiterhin einvernehmliche Politik verhinderte allerdings ein Auseinanderfallen der Markgrafschaft. Otto beließ seine Residenz in Brandenburg, während seine Burder mit Stendal vorlieb nahm.

Familie

Otto heiratete 1243 Beatrix (Bozana), Tochter König Wenzels I. von Böhmen, durch die das Gebiet Bautzen/Oberlausitz an Brandenburg fiel. Ihre Kinder waren:
- Johann III. "der Prager" (1244 - 1268)
- Otto V. "der Lange" (ca. 1246 - 1298)
- Otto VI. "der Kleine" (ca. 1255 - 1303)
- Kunigunde (? - um 1292, 1264 - 1269 verheiratet mit Herzog Bela von Slawonien, seit 1278 verheiratet mit Herzog Walram V. von Limburg, ? - 1280)
- Albrecht III. (ca. 1250 - 1300)
- Mathilde (? - 1316, seit 1266 verheiratet mit Herzog Barnim I. von Pommern, um 1218 - 1278)

Quellen, Literatur


- Quellensammlung: :Chronica Marchionum Brandenburgensium, ed. G. Sello, FBPrG I, 1888.
- Bibliographien: :Schreckenbach, Bibliogr. zur Gesch. der Mark Brandenburg, Bd. 1-5 (Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam ; Bd. 8 ff.), Böhlau, Köln 1970 - 1986.
- Sekundärliteratur: :Assing Helmut: Brandenburg, Anhalt und Thüringen im Mittelalter. Askanier und Ludowinger beim Aufbau fürstlicher Territorialherrschaften. Böhlau Verlag, Köln 1997. ISBN 3-412-02497-X. :ders.: Die frühen Askanier und ihre Frauen. Bernburg 2002. :Rogge, Jörg: Die Wettiner. Thorbecke Verlag, Stuttgart 2005. ISBN 3-7995-0151-7.

Weblinks


- [http://www.genealogie-mittelalter.de/askanier_2/otto_3_markgraf_von_brandenburg_1267_askanier/otto_3_der_fromme_markgraf_von_brandenburg_+_1267.html Otto III. Markgraf von Brandenburg bei genealogie-mittelalter.de] Kategorie:Markgraf (Brandenburg) Kategorie:Askanier Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1215 Kategorie:Gestorben 1267

1348

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 7. April - Die Karls-Universität Prag wird gegründet
- Ausbreitung der Pest als europäische Pandemie, Schwarzer Tod genannt, der etwa die Hälfte der euopäischen Bevölkerung zum Opfer fällt.
- Karl IV. lässt sich in Prag nieder.
- Ein erneutes Judenpogrom tritt aus dem Schatten der Pest. Juden werden als Brunnenvergifter verdächtigt.
- Schweres Erdbeben in Villach, Österreich, etwa 5.000 Tote in ganz Europa registriert. Es gilt als Vorbote einer bösen Zeit.
- Bergsturz vom Dobratsch ins Gailtal verschüttet mehrere Dörfer.
- Der falsche Woldemar wird von Karl IV. mit der Mark Brandenburg belehnt. Um 1350 wird er als Betrüger enttarnt.

Geboren


- 11. April - Andronikos IV., byzantinischer Kaiser von 1376 bis 1379 († 1385)

Gestorben


- 3. April - Adolf VI. von Berg, Graf der Grafschaft Berg (
- ?)
- 1. August - Blanca Margarete von Valois, erste Ehefrau des böhmischen Königs Karl I. (
- 1317)
- 2. Dezember - Hanazono, letzter japanischer Kaiser aus der Kamakura-Zeit (
- 1297) ko:1348년

Pommern (Land)

Pommern ist eine ehemalige preußische Provinz.

Die Verwaltungsgliederung in der Provinz Pommern von 1816 bis 1945

In der Zeit von 1816 bis 1945 hat sich die territoriale Verwaltungsgliederung in der überwiegend landwirtschaftlich strukturierten Provinz Pommern nur allmählich verändert.

Regierungsbezirke

Bis 1945 bestanden die beiden Regierungsbezirke Köslin und Stettin. Der vorpommersche Regierungsbezirk Stralsund wurde zum 1. Oktober 1932 aufgelöst und seine Kreise dem Stettiner Bezirk zugeschlagen. Zum 1. Oktober 1938 erhielt Pommern den größten Teil der Kreise aus der aufgelösten Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen zugesprochen und organisierte sie in einem neuen Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen mit dem Sitz in Schneidemühl.

Stadtkreise

Außer dem bereits 1816 bestehenden Stadtkreis Stettin entstanden im Laufe der Zeit die folgenden weiteren Stadtkreise:
- Stralsund: 1874
- Stolp: 1898
- Stargard i. Pom.: 1901
- Greifswald: 1913
- Kolberg: 1920
- Köslin: 1923

Landkreise

Im übrigen wurden die folgenden Kreise aufgelöst:
- Lauenburg-Bütow: 1846
- Fürstenthum: 1872
- Schivelbein: 1932
- Bublitz: 1932
- Randow: 1939 während die folgenden Kreise neu entstanden:
- Bütow: 1846
- Lauenburg i. Pom.: 1846
- Bublitz: 1872
- Köslin: 1872
- Kolberg-Körlin: 1872

Kreise in Pommern 1945

Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen [Sitz: Schneidemühl]

Stadtkreise

#Schneidemühl

Landkreise

#Arnswalde #Deutsch Krone #Dramburg #Flatow #Friedeberg Nm. #Netzekreis [Sitz: Schönlanke, Kreisstadt] #Neustettin #Schlochau

Regierungsbezirk Köslin

Stadtkreise

#Köslin #Kolberg #Stolp

Landkreise

#Belgard (Persante) #Bütow #Greifenberg i. Pom. #Köslin #Kolberg-Körlin [Sitz: Kolberg] #Lauenburg i. Pom. #Regenwalde [Sitz: Labes] #Rummelsburg i. Pom. #Schlawe i. Pom. #Stolp

Regierungsbezirk Stettin

Stadtkreise

#Greifswald #Stargard i. Pom. #Stettin #Stralsund

Landkreise

#Anklam #Cammin i. Pom. #Demmin #Franzburg-Barth [Sitz: Barth] #Greifenhagen #Greifswald #Grimmen #Naugard #Pyritz #Rügen [Sitz: Bergen auf Rügen] #Saatzig [Sitz: Stargard i. Pom.] #Ueckermünde #Usedom-Wollin [Sitz: Swinemünde]

Politik

Oberpräsidenten


- 1918-1919: Dr. Georg Michaelis
- 1919-1930: Julius Lippmann, DDP
- 1930-1933: Dr. Carl von Halfern, DVP

Provinziallandtag


- 1925: DNVP 49,4% - 37 Sitze | SPD 26,2% - 20 Sitze | DVP 5,9% - 5 Sitze | KPD 5,4% - 4 Sitze | WP 4,5% - 3 Sitze | AMP 4,2% - 3 Sitze | DDP 3,3% - 3 Sitze | Pommernliste 1,2% - 1 Sitz
- 1929: DNVP 40,8% - 31 Sitze | SPD 30,6% - 24 Sitze | KPD 5,8% - 5 Sitze | WP 5,2% - 4 Sitze | DVP 4,9% - 4 Sitze | NSDAP 4,1 - 4 Sitze | DDP 3,1 % - 3 Sitze
- 1933: NSDAP 57,9% - 44 Sitze | DNVP 18,4% - 14 Sitze | SPD 16,3% - 13 Sitze | KPD 5,2% - 4 Sitze
An 100% fehlende Stimmen = Nicht im Provinziallandtag vertretene Wahlvorschläge

Weitere Artikel

Ostelbien

Weblinks


- [http://www.deutsche-schutzgebiete.de/provinz_pommern.htm Provinz Pommern]
- [http://www.kolberg-koerlin.de Landkreis Kolberg-Körlin]
- [http://www.pommersches-landesmuseum.de Pommersches Landesmuseum, Hansestadt Greifswald]
- [http://schlawe.de Landkreis Schlawe i. Pom.] Kategorie:Preußische Provinz Kategorie:Pommern Kategorie:Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns Kategorie:Geschichte Polens ja:ポモージェ

1354

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Errichtung der (ersten) "Astronomischen Uhr" in der Kathedrale zu Straßburg.
- Luxemburg wird zu einem Herzogtum.
- Friede zwischen Mecklenburg und Pommern.
- Die Türken erobern unter Sultan Orhan I. Gallipoli.
- Zürich wird ein zweites Mal von König Albrecht belagert.
- König Karl IV. zieht im September mit dreihundert Rittern nach Italien.

Geboren


- Konstanze von Kastilien, Tochter Peter des Grausamen († 1394)

Gestorben


- 21. Januar - Balduin von Luxemburg, Erzbischof von Trier (1307-54) und Kurfürst von Kurtrier (
- 1285)
- 5. Oktober - Giovanni Visconti, Sohn des Matteo I. Visconti, des Herrn über Mailand (
- 1290) ko:1354년

1393

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


-

Geboren


- Arthur III. (Bretagne), Herzog der Bretagne († 24. Dezember 1458)

Gestorben


- 14. Februar - Elisabeth von Pommern, böhmische Königin und Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches (
- um 1347)
- 4. Dezember - Friedrich der Weise (Bayern), war Herzog von Bayern-Landshut aus dem Hause Wittelsbach (
- 1339) ko:1393년

1399

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- König Richard von England wird gefangengenommen und durch das Parlament abgesetzt.

Kultur


- Errichtung der Kartause von Valldemossa, der "Cartuja de Jesús Nazareno" auf Mallorca

Geboren


-

Gestorben


- 17. Juli - Hedwig I. (Polen), poln. Jadwiga, (Heilige Hedwig von Polen) war Tochter des Königs von Polen und Ungarn Ludwig I. (1326-1382) aus dem Hause Anjou (Zweig der Kapetinger) und seiner Gemahlin Elisabeth von Bosnien (
- 1373)
- 23. Juli - Hugo von Hervorst, Generalvikar von Köln (
- ?) ko:1399년

1432

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Zweite Belagerung von Konstantinopel durch die Osmanen
- Die Universitäten von Poitiers und Caen werden gegründet

Geboren


- 15. Januar: Alfons V., König von Portugal († 1481)
- 29. März: Mehmed II., Sultan des Osmanischen Reiches († 1481)
- Um 1432: Diogo de Azambuja, portugiesischer Seefahrer und Entdecker († 1518)

Gestorben


- 5. April: Carmagnola, italienischer Feldherr (
- um 1390) ko:1432년

1541

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 12. Februar: Die heutige Hauptstadt Chiles, Santiago de Chile wird unter dem Namen Santiago de la Nueva Extremadura durch den Konquistador Pedro de Valdivia gegründet
- 8. Mai Hernando de Soto entdeckt als erster Europäer den Mississippi
- Transsilvanien wird unabhängiges Fürstentum unter osmanischer Schutzherrschaft
- Johannes Calvin setzt in Genf die Reformation durch
- Santo Domingo, Dominikanische Republik. Die Kathedrale Santa María la Menor wird eingeweiht

Geboren


- El Greco: griechisch-spanischer Maler († 1614)
- 25. März: Franz I., Großherzog der Toskana († 1587)
- 9. November: Menso Alting, bedeutender Prediger und Theologe der Reformationszeit († 1612)

Gestorben


- 18. März: Henricus Ubbius, gelehrter Jurist, ostfriesischer Kanzler und Chronist (
- um 1495)
- 29. April: Johannes Gramann, deutscher Reformator und Dichter von Kirchenliedern (
- 1487)
- 23. Mai: Urbanus Rhegius, Reformator, der ungewöhnlicherweise sowohl in Süd- als auch in Norddeutschland aktiv war (
- 1489)
- 4. Juni: Pedro de Alvarado, spanischer Eroberer (
- um 1486)
- 26. Juni: Francisco Pizarro, spanischer Eroberer (
- um 1476 oder 1478)
- 18. August: Heinrich der Fromme, Herzog von Sachsen (
- 1473)
- 24. September: Paracelsus, deutscher Arzt (
-  1493/1494)
- 4. November: Wolfgang Capito, Reformator von Straßburg (
- 1487)
- 24. Dezember: Andreas Bodenstein, deutscher Reformator (
- 1480) ko:1541년

1549

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Erster Münchner Biergarten
- England stellt die Verfolgung Andersgläubiger ein
- In Südamerika beginnt der Missionskreuzzug der Jesuiten, welche die Indianer schützen werden und als Arbeitskräfte importierte afrikanische Negersklaven gutheißen
- In Brasilien wird die Stadt Salvador da Bahia gegründet. Sie wird die erste Hauptstadt Brasiliens
- 15. August: Der Jesuit Francisco de Xavier y Jassu trifft auf der Insel Kyushu ein und beginnt mit der christlichen Missionierung Japans

Geboren


- 2. Januar: Francesco Bassano, italienischer Maler († 1592)
- 5. November: Philippe Duplessis-Mornay, reformierter Theologe und Staatsmann († 1623)
- Hayashizaki Jinsuke Shigenobu, japanischer Samurai († 1621)

Gestorben


- 23. Januar: Johannes Honterus, siebenbürgischer Reformator (
- wahrscheinlich 1498)
- 20. März: Thomas Seymour, englischer Edelmann, Heerführer, Diplomat und Politiker (
- 1508)
- 10. November: Papst Paul III., Papst von 1534–1549 (
- 1468)
- 21. Dezember: Margarete von Angoulême, Königin von Navarra, Dichterin und Diplomatin (
- 1492) ko:1549년

Pest

Die Pest (v. lat. pestis = Seuche) ist eine hochgradig ansteckende Krankheit. Erreger der Erkrankung ist das Bakterium Yersinia pestis (Fam. Enterobacteriaceae, Classis Zymobacteria Gammaproteobacteria). In großen Pandemien hat diese Krankheit immer wieder die Weltbevölkerung getroffen und damit die Geschichte der Menschheit beeinflusst. Für den Verlauf der Geschichte in Europa ist vor allem die große Pestepidemie im 14. Jahrhundert prägend gewesen. Da jedoch zu dieser Zeit noch jegliche Mittel zur exakten Diagnostik sowie eindeutig verwertbare Augenzeugenberichte fehlten, ist nicht zweifelsfrei erwiesen, dass es sich bei den damaligen Epidemien um einen Ausbruch der Pest im eigentlichen Sinne (Yersinia pestis als Erreger) handelte. Mit dieser Pestepidemie befasst sich ein separater Artikel mit dem Titel Schwarzer Tod. Schwarzer Tod (nach J. Columbina). Durch diese Kleidung hofften die Ärzte während der Pestepidemie von 1656 in Rom, sich vor der Pestansteckung zu schützen. Sie trugen einen Wachsmantel, eine Art Schutzbrille und Handschuhe. In dem Schnabel befand sich „wolriechende Specerey“.]]